NEU: DSGVO im Handwerk

Mit der Digitalisierung nehmen die Daten zu, die Unternehmen erfassen und speichern. Dies bedeutet, dass jeder Betrieb, der Daten erfasst und speichert, seine gesamte Datenverwaltung daran anpassen muss.

17.09.2019

Was ist die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) überhaupt? Die DSGVO ist eine EU-Verordnung, die am 25. Mai 2018 in Kraft getreten ist. Sie regelt die rechtlichen Vorgaben zur Verarbeitung personenbezogener Daten durch Unternehmen und dient der Vereinheitlichung des Datenschutzrechts innerhalb der EU.

In Deutschland bestanden allerdings schon vor der DSGVO hohe gesetzliche Anforderungen an den Datenschutz. Daher ändern sich nicht die inhaltlichen Vorgaben, sondern der Umgang mit den Daten selbst.

Welche Websites sind von der DSGVO betroffen?

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass jede Website von der DSGVO betroffen ist. Auch wenn Sie nicht direkt nach personenbezogenen Daten Ihrer Websitebesucher fragen. Denn auch in dem Fall wird eine IP-Adresse übermittelt – welche ebenfalls zu den personenbezogenen Daten zählt.

Impressum und Datenschutzerklärung

Ein Impressum enthält eine gültige Anschrift des Inhabers der Website, damit rechtliche Ansprüche gegen diesen gerichtlich durchgesetzt werden können. Unter anderem sind Angaben zum Seitenbetreiber, Anschrift und Kontaktdaten Pflicht. Für Unternehmen kommen weitere Pflichtfelder hinzu. Diese müssen auf ihrer Betriebs-Website sowie auf den Social-Media-Kanälen hinterlegt werden.

Auch bereits vor der DSGVO mussten Internetseiten eine Datenschutzerklärung haben. Hinzu kommen nun neue Informationspflichten, die die Rechte der Nutzer laut DSGVO transparenter darstellen. Alle Dienste und Plug-ins, die Daten einer dritten Partei zugänglich machen, müssen in der Datenschutzerklärung aufgeführt werden.

Beispiel: Sie binden einen Facebook-Button ein, der den Nutzer auf Ihre Facebook-Seite weiterleitet.  Dies ermöglicht die Weitergabe von personenbezogenen Daten.

Formulare

Kunden können auf Ihrer Website Anfragen verschicken oder einen Termin vereinbaren? Denken Sie daran, dass Sie nur die personenbezogenen Daten erheben dürfen, die Sie tatsächlich für die Beantwortung der Anfrage brauchen.

Beispiel: Für eine unverbindliche Sanierungsanfrage per E-Mail benötigen Sie lediglich die E-Mail-Adresse. Felder, die den Vor- und den Nachnamen abfragen, dürfen keine Pflichtfelder sein.

Weiterleitung zu Social Media

Durch das Einfügen von Social-Media-Buttons können unbemerkt personenbezogene Daten vom Websitenutzer gesammelt und detaillierte Persönlichkeitsprofile erstellt werden.

Beispiel: Sie haben auf Ihrer Website ein Video von YouTube eingebettet. Auch wenn der Websitenutzer nicht explizit das Video anklickt, werden bereits einige Daten an YouTube übertragen.

Um nicht auf die Social-Media-Buttons oder Videos zu verzichten, können Sie Plug-ins einbauen. Die Nutzer können nun selbst entscheiden, ob ihre Daten durch die Plug-ins an die Sozialen Netzwerke übertragen werden sollen oder nicht.

Informieren Sie sich über Cookies

Cookies sind kleine Textdateien, die Daten lokal auf dem Gerät speichern. Dadurch können Nutzer wiedererkannt und passende Websites oder Produkte gezeigt werden. Vermeiden Sie hier unnötige Abmahnungen: Holen Sie sich von Ihrem Website-Besucher die Einwilligung zur Anwendung von Cookies ein, indem Sie eine Cookie-Warnung einbinden.

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